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Viele Patienten haben künftig eine Anlaufstelle in Schellerten

Von Andrea HempenFotos von Chris Gossmann
Vorschau des Presseartikels Viele Patienten haben künftig eine Anlaufstelle in Schellerten
Gemeindebürgermeister Fabian von Berg packt bei dem Einräumen mit an.

Mit drei Medizinern, die als Angestellte arbeiten werden, startet das Medizinische Versorgungszentrum. Es gibt noch Platz für weitere Ärztinnen und Ärzte.

Schellerten. Zum neuen Quartal werden drei Ärzte in einen Neubau an der Berliner Straße in Schellerten ziehen. Damit geht das Medizinische Versorgungszentrum – kurz MVZ – in Schellerten an den Start.


Wann Allgemeinmediziner Dr. Heidi Schmitz, Dr. Ulrike Wilhelm und Dr. Dietrich Warneboldt ihre ersten Patientinnen und Patienten begrüßen können, steht noch nicht fest. Die Praxen jedenfalls ziehen in der ersten Aprilwoche ein. Im Dezember 2019 gab der damalige Gemeindebürgermeister Axel Witte bekannt, dass die Kreiswohnbaugesellschaft (kwg) ein Argentum,
eine Seniorenwohnanlage, mit Gemeinschaftspraxis und Apotheke in Schellerten bauen wird.


„Das ist unsere Antwort auf den
Landarztschwund“,

 

sagte der damalige Verwaltungschef. Fabian von Berg (CDU) hat als Gemeindebürgermeister das Projekt seines Vorgängers übernommen und zu Ende geführt. Nun steht er in der ersten Etage, dort, wo am Wochenende der Empfang aufgebaut wird, und schiebt große, leere Kartons in einen Raum, damit die Mitarbeiter des Bauhofs sie abholen und entsorgen können. Irgendwo im Neubau dudelt ein Baustellenradio, die Handwerker haben noch einiges im Haus zu tun. Im Praxisbereich allerdings fehlen nur noch einige Möbel. Vieles werden die Mediziner aus ihren Praxen im Gemeindegebiet mitbringen. Die Grundausstattung stellt die MVZ-Schellerten GmbH, die die drei Praxen und Arztsitze gekauft hat.


Die Mediziner werden künftig als Angestellte der Gesellschaft arbeiten, um Verwaltungsaufgaben müssen sie sich künftig nicht mehr kümmern. Weitere Vorzüge: geregelte Arbeitszeiten, sachlicher Austausch mit Kolleginnen und Kollegen, geteilte Kosten für die IT und auch die Urlaubsvertretungen lassen sich künftig leichter organisieren.


„Es ist nicht die ureigenste Aufgabe einer Gemeinde, die medizinische Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner sicherzustellen“, sagt von Berg. Dennoch habe Schellerten sich dafür entschieden und sei damit einen zukunftsweisenden Schritt gegangen. Der wäre ohne die Kreiswohnbaugesellschaft als Bauherrin aber nicht zu schultern gewesen.


Die kwg investierte 4,4 Millionen Euro und bebaute eine Grundfläche von 900 Quadratmetern. Im Erdgeschoss ist ein medizinischer Servicebereich mit Apotheke vorgesehen. Außerdem soll es einen Geldautomaten geben – wie zuvor viele Jahre an der Stelle. Denn auf dem Gelände stand einst die alte Volksbank. Im Obergeschoss hatte eine Allgemeinmedizinerin ihre Praxis, die sie allerdings aufgab, weil die MVZ-Pläne in Schellerten Zeit brauchten, um umgesetzt zu werden. Doch es musste nicht nur ein neuer Gebäudekomplex gebaut, sondern auch eine Gesellschaft gegründet werden – beides ist nicht mal eben so zu erledigen.


Im vergangenen April wurde Richtfest gefeiert. Nun also der Einzug. Den Medizinern stehen jeweils ein Besprechungs- und zwei Behandlungsräume zur Verfügung. Schreibtische, Stühle und Liegen sind schon aufgebaut. Es gibt einen Laborraum, in dem ein spezieller Kühlschrank bereits seinen Platz hat. „Die Aufteilung haben die Ärzte geplant“, sagt von Berg. Ebenso
wie das Farbkonzept, das noch umgesetzt wird. Auf der Praxisebene gibt es des Weiteren ein Infektionswartezimmer und eine kindgerechte Toilette.


„Wir haben hier noch
Platz für zwei oder drei weitere Mediziner“,


erklärt von Berg und steigt die Treppe zum zweiten Stock hinauf. Er würde sich wünschen, dass ein Kinderarzt das Praxisteam verstärkt. Denn aktuell müssen diese Patientinnen und Patienten nach Hildesheim. Im zweiten Stock ist ein Raum mit Umkleiden, Schränken und Duschen. In einem Raum mit großem Tisch und einer Küche kann das Personal künftig die Pausen verbringen. Außerdem gibt es weitere Sprech- und Behandlungszimmer sowie einen Raum für die Telemedizinsprechstunde. „Irgendwo hatte ich hier doch noch einen großen Karton mit Müll gesehen“, sagt von Berg und schaut sich um. Er greift zu und schiebt ihn zu den anderen, die die Kollegen vom Bauhof gleich abholen werden.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung
31. März 2026
Viele Patienten haben künftig eine Anlaufstelle in Schellerten – Pressearchiv – kwg Kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim mbH