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Von der Bodenplatte im Juni zum Grundschul-Rohbau im November

Von Michael VollmerFotos von Lukas Mahnkopf
Vorschau des Presseartikels Von der Bodenplatte im Juni zum Grundschul-Rohbau im November
Mit dem Richtfest ist Halbzeit auf der Großbaustelle in Groß Düngen. Die Stadt investiert rund 16 Millionen Euro in den Neubau der Grundschule.

„Im Landkreis einmalig“: Halbzeit beim größten Bauprojekt der Bad Salzdetfurther Stadtgeschichte – Richtfest in Groß Düngen.

Der Neubau der Joseph-Müller-Grundschule Groß Düngen nimmt Gestalt an. „Bei der Grundsteinlegung im Juni gab es nur eine schlichte Betonplatte zu sehen. Da war viel Fantasie nötig, um sich das Ergebnis vorstellen zu können“, erklärte Bad Salzdetfurths Bürgermeister Björn Gryschka nun anlässlich des Richtfestes. „Dieses Bild hat sich in den vergangenen Monaten grundlegend verändert.“ Die Fertigstellung des Neubaus ist für Dezember 2026 geplant, damit liegt die bisher größte Hochbaumaßnahme in der Stadtgeschichte im Zeitplan.


Die Struktur des zweigeschossigen Gebäudes, in dem später 240 Schülerinnen und Schüler im Ganztagsbetrieb unterrichtet werden sollen, ist bereits deutlich zu erkennen. „Die Idee basiert auf einem für den ländlichen Raum typischen Gebäude. So erinnert die Holzrahmenkonstruktion an eine große Scheune“, sagt Bürgermeister Gryschka. Damit werde ein architektonischer Akzent innerhalb der Ortschaft gesetzt. „Der Stil fügt sich sehr gut in die Umgebung ein“, ist Gryschka überzeugt. Das Gebäude sei in einer rasanten Geschwindigkeit gewachsen, dies sei nicht zuletzt in den vorgefertigten Teilen begründet. Und: „Die Aufhebung der Straßensperrung innerhalb des Ortes hat den Fortgang der Arbeiten begünstigt.“


Als wichtigen Aspekt stellte Gryschka beim Richtfest den Wunsch nach einem nachhaltigen Gebäude heraus, auch wenn diese Lösung teurer sei. Für das städtische Großprojekt erfolgt im Gegenzug eine Förderung in Höhe von 940.000 Euro. Dafür muss die Stadt ein Zertifikat der Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und das Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude vorlegen. So macht der Werkstoff Holz einen sehr großen Anteil rund um den Bau aus.



Erinnert an eine Scheune
Nachhaltigkeit
 
 

Die Schule wird mit einer Geothermie-Anlage mit Erdwärmesonden beheizt und gekühlt. „Im Haus ist nur noch ein kleiner Kasten sichtbar“, erläuterte der Bürgermeister, der einen besonderen Dank an die Anwohner für ihr Verständnis während der Bauarbeiten richtete. Für Ortsbürgermeisterin Aloisia Bonnke sind es nach der langen Planungszeit besondere Momente, den täglichen Baufortschritt zu verfolgen. Sie freue sich darauf, wenn die Schüler und Lehrer die Räume mit Leben erfüllten. Es sei aber auch ihr Wunsch, dass die Dorfgemeinschaft und die Vereine von den neuen Räumen profitieren.


„Aus einer Vision ist Wirklichkeit geworden“, sagte derweil Schulleiterin Kamila Dahl. Die neue Groß Düngener Grundschule werde sich ganz sicher zu einem Wohlfühlort und Zuhause für viele kleine und große Leute entwickeln. Das Richtfest sei zugleich Halbzeit für den Bau, sagte der Prokurist der Gesellschaft für kommunale Immobilien (GKHi), Matthias Kaufmann. Die GKHi ist als Generalunternehmer für den Ablauf und die Realisierung zuständig. „Wir bekommen jetzt schon einen Eindruck von dem doch recht großen Gebäude, das zugleich Tradition und Moderne miteinander verbindet. Die Groß Düngener bekommen eine Schule, die im Landkreis einmalig ist“, erklärte Kaufmann. Dazu würde die Stadt einen Sprung nach vorn machen. Allerdings übte der GKHi-Prokurist Kritik am Ausschreibungsverfahren, das aufgrund des Umfangs europaweit erfolgen musste. Das habe für alle Beteiligten einen hohen bürokratischen Aufwand erfordert.


Was erwartet die Grundschüler nach der Einweihung der neuen Räume? Im Erdgeschoss befinden sich die Mensa, Fachräume für Musik und Werken sowie eine Schulküche und eine Bibliothek. Ebenfalls im unteren Bereich liegen die Verwaltung und das Lehrerzimmer. Es schließt sich die Aula an, die durch eine mobile Trennwand für Veranstaltungen mit der Mensa verbunden werden kann. Im Obergeschoss, das auch mit dem Fahrstuhl erreicht werden kann, befinden sich die Unterrichtsräume für die acht Klassen in der zweizügigen Grundschule. Jeweils vier Klassenräume sind einem Cluster, einer Art Marktplatz im Flur, zugeordnet. Dazu gehören Multifunktions- und Differenzierungsräume. Ebenso stehen im Obergeschoss zwei Mehrzweckräume sowie ein Ruheraum zur Verfügung. Der Außenbereich bietet verschiedene Spielflächen, ein „grünes Klassenzimmer“ sowie Ruheinseln.

Hildesheimer Allgemeine Zeitung
12. November 2025
Von der Bodenplatte im Juni zum Grundschul-Rohbau im November – Pressearchiv – kwg Kreiswohnbaugesellschaft Hildesheim mbH