07. Januar 2020

Griffig, bissig und quirlig: Eintrachts U 23 holt den KWG-Cup

Handball: Söhre unterliegt überraschend im Finale mit 12:17. Hildesheims Norman Kordas wechselt im Sommer wohl zu den Sportfreunden

Par­ty bei der U 23 von Ein­tracht Hil­des­heim: Das Team von Trai­ner Robin John hat den Pott geholt. Fotos: Wer­ner Kai­ser

Von Ulrich Hem­pen Hil­des­heim.

Jawoll!“ brüll­te Abwehr­chef Lukas But­ter­brodt nach Schluss­pfiff. Die U 23 von Ein­tracht Hil­des­heim hat­te den „Pott“. Eine Sen­sa­ti­on war es nicht – aber eine Über­ra­schung schon, dass Ein­trachts Nach­wuchs­team, sonst in der Hand­ball-Ver­bands­li­ga zuhau­se, im Fina­le um den KWG-Regio- Cup die klas­sen­hö­he­ren Sport­freun­de Söh­re (immer­hin Ober­li­ga- Zwei­te) rela­tiv klar beherrsch­te. Die Mann­schaft von Trai­ner Robin John gewann das End­spiel mit 17:12 (10:6).

 

Einer dreh­te dabei mäch­tig auf: nament­lich Nor­man Kordas. Er gehört bekannt­lich schon zum Kader von Ein­trachts Dritt­li­ga-Team. Dort agiert er als Kreis­läu­fer. In der U 23, in der Kordas eben­falls oft ein­ge­setzt wird, zog er wäh­rend des KWG-Cups im lin­ken Rück­raum oder als Spiel­ma­cher sei­ne Krei­se. „Im Fina­le war er der Bes­te“, lob­te Ein­trachts Geschäfts­füh­rer Gerald Ober­beck.

 

Das dürf­te auch Geg­ner SF Söh­re gefal­len haben – trotz des ver­lo­re­nen End­spiels. Denn nach HAZ-Infor­ma­tio­nen wird Kordas im Som­mer zu den Sport­freun­den wech­seln. Klub und Hand­bal­ler sei­en sich einig, heißt es.

 

Bereits vor zwei Jah­ren war Kordas bei den Söh­rern im Gespräch. Doch der Wech­sel platz­te damals kurz vor Beginn der Serie, da Ein­tracht die Opti­on zog, den All­roun­der doch zu behal­ten.

 

Aber nicht nur Kordas spiel­te im KWG-Cup-Fina­le (und auch im Halb­fi­na­le gegen die SG Bör­de) groß auf. An Hil­des­heims Kee­per Leon Krka bis­sen sich die Söh­rer die Zäh­ne aus. Dazu war Lukas But­ter­brodt in der Deckung nur schwer zu über­win­den. Er orga­ni­sier­te die Defen­si­ve, die quir­lig und grif­fig auf­trat.

 

Selbst kri­ti­sche Pha­sen, wie Mit­te der ers­ten Hälf­te, als gleich drei Ein­trächt­ler auf der Straf­bank schmor­ten, war­fen das jun­ge Team von Robin John nicht aus der Bahn. Frech erhöh­te Nor­man Kordas sogar in Unter­zahl auf 9:6. Kurz nach dem Sei­ten­wech­sel zogen die Hil­des­hei­mer auf 12:7 und 13:8 davon.

 

Als spä­ter Tor­wart Leon Krka einen Söh­rer Angriff parier­te, den Ball danach mit einer Bogen­lam­pe über das kom­plet­te Feld ins lee­re geg­ne­ri­sche Tor zum 17:10 warf, war die Vor­ent­schei­dung gefal­len. Söh­re hat­te da schon alles ris­kiert und sei­nen Kee­per Pas­cal Kin­zel aus der Par­tie genom­men, um mit sie­ben Feld­spie­lern zu agie­ren. Ohne Erfolg.

 

KWG-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann (links) über­gibt den Pokal an Ein­trachts Nor­man Kordas. Kordas soll in der kom­men­den Sai­son für die SF Söh­re an den Start gehen.

Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (KWG) Hil­des­heim, über­gab am Ende den Pokal an Hil­des­heims Kapi­tän Kordas. Mehr als 1600 Zuschau­er kamen an den bei­den Tur­nier­ta­gen in die Volks­bank-Are­na. „Ein guter Besuch“, sag­te Ein­tracht- Boss Ober­beck, der mit sei­nem Hel­fer-Team den Cup aus­rich­te­te.

 

Drit­ter wur­de der TuS Grün-Weiß Him­melst­hür, der im Spiel um Platz drei die SG Bör­de mit 13:11 schlug. Einen Namen brach­te Hal­len­spre­cher Chris­toph Scholz dabei per Mikro stän­dig unter die Leu­te: und zwar den von Him­melst­hürs Tor­wart Jan Kas­ten­ing. In die­sem klei­nen Fina­le leg­te der Kee­per neun blitz­saube­re Para­den hin – und das bei einer Spiel­zeit von nur 20 Minu­ten. Weil Kas­ten­ing sein Tor dicht mach­te, konn­te sich der TuS Grün- Weiß gegen die klas­sen­hö­he­re SG Bör­de auf 5:2 und 8:4 davon­mo­geln.

 

Aber die Bör­de-Hand­bal­ler kamen durch Tref­fer von Jens Keunt­je (10:8) und Moritz Büch­ner (12:10) noch ein­mal auf Tuch­füh­lung. Als dann Hen­rik Fro­bö­se frei­ste­hend an Grün-Weiß-Tor­wart Kas­ten­ing schei­ter­te, und im Gegen­zug Sean- Dyl­an Konietz­ny auf 13:10 für Him­melst­hür erhöh­te, war die Par­tie gelau­fen.

 

Wenn die Underdogs beißen

 

Die Anhän­ger der Sport­freun­de Söh­re applau­die­ren trotz der über­ra­schen­den Final-Nie­der­la­ge gegen Ein­tracht Hil­des­heims U 23 ihrer Mann­schaft.

Der TuS Grün-Weiß Him­melst­hür lässt gleich drei klas­sen­hö­he­re Klubs hin­ter sich  Hil­des­heim. Die gro­ßen Sen­sa­tio­nen sind am Frei­tag und Sams­tag beim KWG-Regio-Cup aus­ge­blie­ben. Den­noch gab es das eine oder ande­re uner­war­te­te Ergeb­nis: Etwa, dass die U 23 von Ein­tracht Hil­des­heim die (zuge­ge­ben leicht ersatz­ge­schwäch­ten) Sport­freun­de Söh­re im Fina­le schlug (sie­he oben).

 

Auch der TuS Grün-Weiß Him­mels­tür konn­te im Ver­lauf des Tur­niers mit der SV Alfeld, der SG Bör­de und dem MTV Groß Laf­fer­de gleich drei von der Papier­form her stär­ke­re Klubs hin­ter sich las­sen. Der Lan­des­li­gist schlug im Grup­pen­spiel den Ver­bands­li­gis­ten Alfeld und im Halb­fi­na­le den Ver­bands­li­ga- Tabel­len­füh­rer SG Bör­de.

 

An Jan Kas­ten­ing bei­ßen sich wäh­rend des KWG-Regio- Cups die Geg­ner die Zäh­ne aus. Der Kee­per des TuS Grün- Weiß Him­melst­hür hält bären­stark.

Auf einen war dabei beson­ders Ver­lass: auf Grün-Weiß Kee­per Jan Kas­ten­ing. Bereits den Alfel­dern zog er in der Vor­run­de mit sei­nen Para­den den Zahn. Und auch im klei­nen Fina­le gegen die SG Bör­de agier­te der Tor­wart bären­stark.

 

Und was mach­ten die ganz Klei­nen? Den gro­ßen Coup ver­pass­te bei­spiels­wei­se der Regi­ons­ober­li­gist SV Ein­tracht Bad Salz­det­furth nur knapp in der Par­tie gegen Alfeld. Trotz eines Zwei-Klas­sen- Unter­schie­des hiel­ten die Salz­det­fur­ther – auch dank ihres Kee­pers Den­nis Affeln – mit. Die SV Ein­tracht führ­te mit 5:4 und 8:6, muss­te sich aber noch mit 8:9 geschla­gen geben. SVE-Spie­ler­trai­ner Jonas Ille­mann: „Wir haben uns gut ver­kauft. Wir woll­ten ver­su­chen, hier für Über­ra­schun­gen zu sor­gen.“

 

Am Ende wur­den die Bad Salz­det­fur­ther aber selbst Opfer einer sol­chen Über­ra­schung. In der Par­tie um Platz sie­ben ver­lo­ren sie gegen die etat­mä­ßig schwächs­te Mann­schaft des Tur­niers: Die SVE unter­lag dem Regi­ons­li­gis­ten HSG Gronau/ Bar­fel­de mit 3:5. Pen

 

Splitter vom kwg-Regio-Cup:

 

Eine Fra­ge beschäf­tigt der­zeit vie­le Hand­ball-Fans – auch beim KWG-regio- Cup wur­de dar­über gere­det: Wech­selt sF söh­re am Wochen­en­de 15./16. Febru­ar für das top-spiel in der ober­li­ga gegen den MtV Braun­schweig in die gro­ße Hil­des­hei­mer Volks­bank-are­na. es könn­te ein rich­ti­ges Hand­ball-event dar­aus wer­den. „Wir den­ken dar­über nach. aber nur, wenn die Kon­stel­la­ti­on in der tabel­le noch eine Wei­le so bleibt“, sag­te söh­res Vor­sit­zen­der Mat­thi­as ihmann. Der­zeit führt der Favo­rit aus Braun­schweig die ober­li­ga-tabel­le mit 24:0 Punk­ten und plus 144 toren an – die sport­freun­de sind dem MtV mit 22:2 Zäh­lern (+56 toren) auf den Fer­sen. Damit die­ses Kopf-an-Kopf-ren­nen wei­ter Bestand hat, müs­sen die söh­rer aber ihre nächs­ten Par­ti­en beim Drit­ten HsG nien­burg und bei HF Helm­stedt, das Heim­spiel gegen schaum­burg und aus­wärts in Hameln gewin­nen. „Die schwers­te auf­ga­be kommt gleich am nächs­ten Frei­tag auf uns zu: Dann geht es nach nien­burg. schla­gen wir die nien­bur­ger, könn­te man schon eher pla­nen, was das spit­zen­spiel gegen Braun­schweig angeht“, so ihmann wei­ter. Vor­ge­fühlt haben die söh­rer Ver­ant­wort­li­chen bei der Volks­bank-are­na schon mal. ihmann: „Die Hal­le wäre sowohl am Frei­tag, 14. Febru­ar, als auch am sams­tag, 15. Febru­ar, frei.“

 

Wie berich­tet, stellt eine Jury aus den acht teil­neh­men­den Mann­schaf­ten des KWG­Cups eine regio­nal­aus­wahl zusam­men, die dann am 5. Juni in einem Bene­fiz­spiel gegen das Hei­ner- Brand-all­star- team antre­ten darf – also gegen Hand­bal­ler wie Hen­ning Fritz, Chris­ti­an schwar­zer, ste­fan Kretz­sch­mar und Dani­el ste­phan. Die Jury, bestehend aus ein­tracht-Boss Gerald ober­beck, ex-natio­nal­kee­per und all­star-spiel-orga­ni­sa­tor Micha­el Krie­ter (Foto) sowie trai­ner Jür­gen Kloth, schau­te sich alle Par­ti­en des KWG-Cups genau an. „Die regio­nal­aus­wahl steht“, sag­te Krie­ter am ende des tur­niers. Wer nomi­niert wird, woll­te Krie­ter aber nicht ver­ra­ten. noch nicht. „Das machen wir in einer Pres­se­kon­fe­renz anfang Febru­ar.“

 

Eines der tor­ärms­ten Spie­le des KWG-regio-Cups (frü­her HaZ-Cup) aller Zei­ten war die Par­tie um Platz sie­ben zwi­schen dem regi­ons­li­gis­ten (8. Liga) HsG Gronau/Barfelde und dem regi­ons­ober­li­gis­ten (7. Liga) sVe Bad salz­det­furth. Geschla­ge­ne 7:11 Minu­ten (bei einer spiel­dau­er von nur 1x15 Minu­ten) dau­er­te es, eher Kevin Fles­sel das 1:0 für Gro­nau erziel­te. Fles­sel war es auch, der kurz vor schluss das ent­schei­den­de 5:3 warf und den sieb­ten rang für sein team sicher­te. Die Mann­schaft wur­de von einer gro­ßen (und lau­ten) Fan-Grup­pe namens „Sek­ti­on Suff“ aus Gro­nau und Bar­fel­de gefei­ert (Foto). Auch, wenn sie nicht vie­le sie­ge ihrer Mann­schaft sehen konn­te – spaß beim KWG-Cup hat­te die Suff-Sek­ti­on alle­mal. Pen

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 6. Janu­ar 2020

Veröffentlicht unter 2020

Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Geschäftspartner,

 

seit dem 11.05.2020 haben wir unsere Geschäftsstellen wieder für den Publikumsverkehr geöffnet.
Bitte nutzen Sie dieses Angebot im Interesse Ihres eigenen Schutzes und des Schutzes unserer Mitarbeiter nur, wenn Ihr persönliches Erscheinen nicht vermeidbar ist. Ansonsten sind wir auch gern per Telefon oder Mail für Sie da.
Wenn Sie uns besuchen, bitten wir Sie
- einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen,
- sich in die vorgeschriebene Besucherliste einzutragen und
- die Abstandsvorschriften (>1,50m)
zu beachten.
Vielen lieben Dank und bleiben Sie gesund.
Ihre kwg