Gro­ßes Stüh­le­rü­cken bei der kwg

05. Janu­ar 2022 — RUBS

Klaus Bru­er und Dr. Bern­hard Evers erhal­ten sil­ber­ne Ehren­na­del für ihre Verdienste
kwg-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Kauf­mann (links) mit dem neu­en Auf­sichts­rats-Vor­sit­zen­den Bernd Lynack (Mit­te) und sei­nem Stell­ver­tre­ter Hol­ger Schröter-Mallohn.

Hil­des­heim – In sei­ner kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung haben im Auf­sichts­rat der kwg Hil­des­heim Neu­wah­len statt­ge­fun­den. Bei die­sen Wah­len wur­de der Land­rat des Land­krei­ses Hil­des­heim, Bernd Lynack, zum neu­en Vor­sit­zen des Auf­sichts­ra­tes gewählt. Sein Stell­ver­tre­ter wird der Nordstem­mer Kreis­tags­ab­ge­ord­ne­te und lang­jäh­ri­ges Auf­sichts­rats­mit­glied Hol­ger Schrö­ter-Mal­lohn. Schrift­füh­re­rin bleibt die Sar­sted­ter Bür­ger­meis­te­rin Hei­ke Bren­ne­cke, als Stell­ver­tre­ter wur­de der Har­su­mer Bür­ger­meis­ter Mar­cel Lit­fin gewählt.

vdw-Ver­bands­di­rek­to­rin Dr. Susan­ne Schmitt ver­leiht Klaus Bru­er (links) und Dr. Bern­hard Evers (rechts) die sil­ber­ne Ehren­na­del des vdw.

Sowohl der bis­he­ri­ge kwg-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Klaus Bru­er als auch sein Stell­ver­tre­ter Dr. Bern­hard Evers schie­den nach zehn­jäh­ri­ger Amts­zeit aus dem Auf­sichts­rat aus. Ihnen wur­de von der Direk­to­rin des Ver­bands der Woh­nungs- und Immo­bi­li­en­wirt­schaft in Nie­der­sach­sen und Bre­men (vdw) Dr. Susan­ne Schmitt die sil­ber­ne Ehren­na­del des vdw als Wür­di­gung für ihre Arbeit und Ver­diens­te im Auf­sichts­rat der kwg Hil­des­heim ver­lie­hen. Bru­er und Evers haben es geschafft, die kwg früh in die rich­ti­gen Spu­ren zu len­ken und zu einem moder­nen Unter­neh­men gemacht, wel­ches gut für die Zukunft auf­ge­stellt ist, beton­te die Direk­to­rin des vdw und bedank­te sich für das Enga­ge­ment der beiden.

Jah­res­be­richt

Im Anschluss gab kwg-Geschäfts­füh­rer Kauf­mann einen Bericht über das aus­lau­fen­de Geschäfts­jahr 2021 und einen Aus­blick auf das Jahr 2022. Er bezeich­ne­te das Jahr 2021 als erfolg- und sehr arbeits­reich. So war das Jahr 2021 der kwg Hil­des­heim geprägt durch einen wei­ter­hin nied­ri­gen Leer­stand von 1,5 Pro­zent des Bestan­des bei im lang­jäh­ri­gen Ver­gleich wei­ter­hin nied­ri­ger Fluk­tua­ti­ons­quo­te von 11,2 Pro­zent. Die kwg inves­tier­te wei­ter­hin auf hohem Niveau in 2021 6,75 Mil­lio­nen Euro in die Instand­hal­tung und Moder­ni­sie­rung ihrer rund 4 100 Woh­nun­gen. Der Schwer­punkt lag in Maß­nah­men zum Kli­ma­schutz wie zum Bei­spiel dem Ein­bau von Wär­me­pum­pen, dem Neu­bau von Bal­ko­nen und der Badmodernisierung.

Der Inves­ti­ti­ons­schwer­punkt liegt der­zeit in der inten­si­ven Neu­bau­tä­tig­keit des Unter­neh­mens. So wur­den im Jahr 2021 etwa 17,5 Mil­lio­nen Euro in den Neu­bau inves­tiert. Im Jahr 2021 wur­den das „Hohe Haus“ auf dem Kipp­hut in Sar­stedt, das Argen­tum „Brun­nen­hof“ in Nordstem­men, das Argen­tum „Hol­ler Thie“ in Hol­le und zehn preis- und bele­gungs­ge­bun­de­ne Woh­nun­gen in der Ost­preu­ßen­stra­ße in Alger­mis­sen fer­tig­ge­stellt und über­ge­ben. Der­zeit sei­en meh­re­re Pro­jek­te in Umset­zung, das Größ­te davon sei der Neu­bau von ins­ge­samt 96 Woh­nun­gen, einer Tages­pfle­ge und einer Tief­ga­ra­ge mit einem Pro­jekt­um­fang von etwa 25 Mil­lio­nen Euro. Wei­te­re Pro­jek­te stän­den unmit­tel­bar vor dem Start. Kauf­mann bat die anwe­sen­den Poli­ti­ker um Unter­stüt­zung bei den Bau­maß­nah­men, ins­be­son­de­re bei der Ent­wick­lung von inner­ört­li­chen Pro­jek­ten. Sonst kön­ne der Sprung zum flä­chen­neu­tra­len Bau­en nicht gelingen.

Bei den Mie­ten ver­folgt die kwg wei­ter­hin eine Stra­te­gie des bezahl­ba­ren Woh­nens, um so ihrem Unter­neh­mens­auf­trag gerecht zu wer­den. Die Durch­schnitts­mie­te beträgt per 30. Novem­ber 5,66 Euro pro Qua­drat­me­ter (Stadt Hil­des­heim: 5,84 Euro pro Qua­drat­me­ter). Aktu­ell kos­ten 50 Pro­zent der Woh­nun­gen weni­ger als 5,50 Euro pro Qua­drat­me­ter und sogar 90 Pro­zent weni­ger als 6,50 Euro pro Qua­drat­me­ter. Das Mie­ten­ni­veau der kwg liegt damit deut­lich unter den von der NBank im Rah­men der Woh­nungs­markt­be­ob­ach­tung ver­öf­fent­lich­ten Wer­ten von durch­schnitt­lich sie­ben Euro pro Qua­drat­me­ter im Land­kreis Hil­des­heim und 7,20 Euro pro Qua­drat­me­ter in der Stadt Hil­des­heim. Obwohl die NBank die Regi­on Hil­des­heim als „Trendwende“-Region ein­stuft, bei der es ab 2025 auch zu einem Rück­gang der Haus­halts- und damit Nach­fra­ge­zah­len kommt, ist Neu­bau mit den Schwer­punk­ten Bar­rie­re­frei­heit und Kli­ma­schutz unumgänglich.

Auch im Bereich der Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en­auf­ga­be (GKHI) wur­den meh­re­re Bau­vor­ha­ben (Kitas, Feu­er­wehr­ge­rä­te­häu­ser) mit einem Gesamt­vo­lu­men von etwa 4,2 Mil­lio­nen Euro rea­li­siert und sind in der Vor­be­rei­tung. Die kwg über­nimmt hier für die Gemein­den die gesam­te Pro­jekt­be­treu­ung ein­schließ­lich der Bauherrenaufgaben.

Quel­le: RUBS, 05.01.2022