11. Februar 2020

Hier soll bald ein Mehrfamilienhaus entstehen

kwg investiert 1,8 Millionen Euro für sozialen Wohnungsbau – auch an anderer Stelle im Kreis entstehen Mietshäuser für Menschen mit geringem Einkommen

Der­zeit läuft noch der Abriss des Gebäu­des und die Vor­be­rei­tung des Bau­felds. FOTO: SEBASTIAN KNOPPIK

Von Sebas­ti­an Knop­pik

Alger­mis­sen. Die Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft (kwg) inves­tiert in den sozia­len Woh­nungs­bau in Alger­mis­sen. Der­zeit wird das alte Schlicht­haus an der Her­mann-Löns-Stra­ße abge­ris­sen. Im Mai sol­len die Bau­ar­bei­ten für das Wohn­haus begin­nen, die etwa ein Jahr dau­ern wer­den. Und es ist nicht das ein­zi­ge Pro­jekt, um güns­ti­ge Woh­nun­gen im Land­kreis zu schaf­fen.

 

Wird ein altes Gebäu­de abge­ris­sen, wer­den oft Über­ra­schun­gen zuta­ge geför­dert. Das war auch in dem Schlicht­haus aus den 50er-Jah­ren nicht anders. Die Bau­ar­bei­ter fan­den hier den gesund­heits­schäd­li­chen Stoff Asbest. Und zwar in einem Kle­ber des Boden­be­lags, wie kwg-Mit­ar­bei­ter Ste­fan Mai erklärt. Die­ser muss­te ent­sorgt wer­den. „Das ist rela­tiv auf­wen­dig gewe­sen“, sagt Mai.

 

Ansons­ten ist er aber zufrie­den mit dem Ablauf des Pro­jekts. Für ihn über­ra­schend hat der Land­kreis das Pro­jekt bereits geneh­migt. Dabei benö­tigt das Bau­amt des Land­krei­ses der­zeit wegen Per­so­nal­man­gels eigent­lich län­ger als sonst. „Wir haben auch nicht damit gerech­net, dass wir die Bau­ge­neh­mi­gung so schnell bekom­men“, sagt Mai.

 

Die Bau­ar­bei­ten sol­len aber trotz­dem wie geplant im Mai star­ten. Bis dahin müs­sen unter ande­rem noch die Bau­leis­tun­gen für das Pro­jekt aus­ge­schrie­ben wer­den. 1,8 Mil­lio­nen Euro inves­tiert die kwg nach der­zei­ti­gem Stand in das Vor­ha­ben.

 

Es han­delt sich dabei um geför­der­ten sozia­len Woh­nungs­bau. 7,20 Euro pro Qua­drat­me­ter müs­sen Mie­ter dabei bezah­len. Zehn Woh­nun­gen sind dort auf ins­ge­samt 600 Qua­drat­me­tern geplant, acht Zwei-Zim­mer-Woh­nun­gen und zwei Drei-Zim­mer-Woh­nun­gen im Dach­ge­schoss. Ers­te Inter­es­sen­ten haben sich bereits bei der kwg gemel­det.

 

Die Ver­mie­tung als sozia­ler Woh­nungs­bau ist laut Mai nur mög­lich, weil die Gemein­de Alger­mis­sen sich an den Inves­ti­ti­ons­kos­ten betei­ligt. Das Alger­mis­se­ner Vor­ha­ben ist neben einem geplan­ten Pro­jekt auf dem ehe­ma­li­gen Bau­hof-Gelän­de in Sar­stedt der ein­zi­ge sozia­le Woh­nungs­bau der kwg. Sar­stedt und Alger­mis­sen sei­en auch die ein­zi­gen Kom­mu­nen – außer der Stadt Hil­des­heim –, in denen es noch Wachs­tum gebe. Um die Schaf­fung güns­ti­gen Wohn­raums will sich die kwg auch an ande­ren Stel­len im Land­kreis küm­mern, aller­dings ohne öffent­li­che För­de­rung und daher nicht als sozia­ler Woh­nungs­bau. So wird in Gie­sen das glei­che Gebäu­de wie in Alger­mis­sen noch ein­mal gebaut. In Gro­nau ist eben­falls ein sol­ches Pro­jekt geplant, aber mit einer Eta­ge weni­ger.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung, 11.02.2020

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