20. Juni 2020

Ein stilles Richtfest für das neue Giftener Feuerwehrhaus

Das mehr als 1200 Quadratmeter große Gebäude hatten sich die Einsatzkräfte seit Jahren gewünscht, die Richtkrone dürfen ihm aber coronabedingt nur ein paar Vertreter aufsetzen

Auf die Gif­te­ner Feu­er­wehr und ihr neue Haus: Zim­mer­mann Edwin Gewald trinkt einen Schnaps. FOTO GIESELA SEIDEL

Von Gie­se­la Sei­del

Gif­ten. Vie­les steht der­zeit im Schat­ten der Ein­schrän­kun­gen durch die Coro­na-Pan­de­mie, so auch der fei­er­li­che Abschluss der Roh­bau­ar­bei­ten und das Errich­ten des Dach­stuhls am Neu­bau des Gif­te­ner Feu­er­wehr­hau­ses am gest­ri­gen Frei­tag­vor­mit­tag. Dabei ist gera­de die­ser Neu­bau lang erwar­tet wor­den. Noch im Jahr 2016 hat­te Sar­stedts dama­li­ger Stadt­brand­meis­ter Rüdi­ger Schulz mit sei­ner Rede beim Fest­kom­mers zum Gif­te­ner Feu­er­wehr­ju­bi­lä­um den Nerv der Zuhö­rer mit den Wor­ten getrof­fen: „Ein schö­nes Geschenk wäre ein neu­es Feu­er­wehr­haus gewe­sen, das den heu­ti­gen Anfor­de­run­gen genügt.“ Er ern­te­te don­nern­den Applaus.

 

Nun also soll es bald fer­tig sein, das Geschenk. Es hat eine Grund­stücks­flä­che von 1210 Qua­drat­me­tern. Der Neu­bau umfasst eine Fahr­zeug­hal­le für ein Lösch­fahr­zeug und einen Sozi­al­trakt für die der­zeit 27 akti­ven Feu­er­wehr­mit­glie­der. Die Fahr­zeug­hal­le ist für ein wei­te­res Fahr­zeug erwei­ter­bar. Es gibt einen Schu­lungs­raum mit Tee­kü­che, ein Büro, einen Raum für die Jugend­feu­er­wehr sowie Damen- und Her­ren­um­klei­de- und Sani­tär­räu­me.

 

Bür­ger­meis­te­rin Hei­ke Bren­ne­cke erin­nert beim Richt­fest an die Grund­stein­le­gung des Feu­er­wehr­hau­ses am 12. März – die letz­te grö­ße­re Ver­an­stal­tung im Sar­sted­ter Umkreis, bevor der Lock­down durch Coro­na kam.

 

Das Feu­er­wehr­haus in Gif­ten zu bau­en, das sei eine rich­ti­ge und wich­ti­ge Ent­schei­dung gewe­sen, so die Bür­ger­meis­te­rin an die­sem Tag. „Auch, wenn wir uns das viel Geld kos­ten las­sen. Es ist eine Inves­ti­ti­on von einer Mil­li­on Euro. Das ist für unse­re Stadt­kas­se gera­de in die­sen Zei­ten ein Bro­cken, aber es ist auch gut ange­leg­tes Geld.“

 

Frü­her hät­te man ein Richt­fest gefei­ert. Heu­te ist es nur das Set­zen der Richt­kro­ne ohne gro­ßes gesel­li­ges Ereig­nis“, beklagt Mat­thi­as Kauf­mann, Geschäfts­füh­rer der KWG (Kreis­wohn­bau­ge­sell­schaft Hil­des­heim mbH) und der GKHi (Gesell­schaft für kom­mu­na­le Immo­bi­li­en), die die Gesamt­pla­nung und Pro­jekt­steue­rung durch­füh­ren. Er bedau­er­te, dass ein gesel­li­ges Ereig­nis unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen nicht mög­lich ist, ver­sprach aber zur Ein­wei­hungs­fei­er ein Fass Bier bei­zu­steu­ern.

 

Mat­thi­as Kauf­mann berich­tet, dass vor zehn Jah­ren die GKHi aus der Tau­fe geho­ben wur­de. Die Gesell­schaft habe das Ziel, Syn­er­gie- Effek­te zwi­schen Städ­ten und Gemein­den auf­zu­bau­en und zu nut­zen. So sei­en Auf­ga­ben im Bereich der Gebäu­de­er­rich­tung weit­ge­hend gleich. Des­halb habe sie sich zum Ziel gesetzt, eine Art Bau­kas­ten­sys­tem zu ent­wi­ckeln, bei­spiels­wei­se bei Kitas ver­schie­de­ne Grö­ßen zu ent­wer­fen, die wie ein Fer­tig­sys­tem funk­tio­nie­ren. Die­ses Sys­tem sol­le nun auch für Feu­er­wehr­häu­ser erar­bei­tet wer­den, um die Pla­nungs­kos­ten zu mini­mie­ren.

 

Bis­her hat der Bau stö­rungs­frei geklappt“, sagt Kauf­mann. Und obwohl sich seit der Grund­stein­le­gung am 12. März die Welt in wei­ten Tei­len voll­kom­men ver­än­dert hat, sei es in der Bau­bran­che ver­gleichs­wei­se nor­mal wei­ter­ge­gan­gen. Nur des­halb und „weil wir gute Part­ner haben“, konn­te nach nur drei­ein­halb Mona­ten Bau­zeit schon gerich­tet wer­den.

 

Und dann war es end­lich soweit: Zim­mer­mann Edwin Gewald klet­ter­te geschmei­dig wie eine Kat­ze aufs Gerüst, vor­bei am Richt­kranz mit den flat­tern­den Bän­dern. Er erhob beim Richt­spruch sein Glas auf Bau­herrn sowie Archi­tek­ten und wünsch­te dem Bau, vor allem aber der Feu­er­wehr Gif­ten Glück.

 

Quel­le: Hil­des­hei­mer All­ge­mei­ne Zei­tung (Sar­sted­ter Anzei­ger), 20. Juni 2020

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